Das Wollnashorn von Jennifer
Das Mammut von Tim
Aussterben des Mammuts von Marc
Das Rentier von Jessica
Der Höhlenbär von Sina
Das Wildpferd von Maike
Der Auerochse von Karina
Das Steppenwisent von Charlotte
Der Säbelzahntiger von Patrick-Marcel
Der Säbelzahntiger von Max
Der Höhlenlöwe von Alexa
Hier beantworten wir die Frage:
Warum starben manche Tiere aus?  

                           

 

 

 

                  

 DasWollnashorn (Coelodonta antiquitatis)

auch Fellnashorn genannt

 

                               

 

Alter: Es starb aus, als es vor rund 12.000 Jahren schnell wärmer und bald auch feuchter wurde. Die offene Steppe wurde durch Gehölze abgelöst. An diesen neuen Lebensraum konnten sich die Wollnashörner und auch die Mammuts nicht anpassen. Britische Forscher schätzen das Alter gut erhaltenen Skelette auf 30.000 bis 50.000 Jahre.
Aussehen: Mit dickem Fell und tief sitzendem Kopf war das Wollnashorn dem Leben auf der Tundra am Rande der Gletscher aufs beste angepasst. Sein knapp ein Meter langes vorderes Horn diente ihm sowohl als Waffe wie auch als Schneeschaufel bei der Futtersuche im Winter.
Gewicht: ca. 1,5t
Abstammung: Ordnung Perissodactyla (Unpaarhufer) dazu zählen auch die Pferde und Tapire. Familie Rhinocerotidae (Nashörner) mit 4 Gattungen: Rhinoceros, Ceratotherium, Diceros, Dicerorhinus. Die Familie der Rhinocerotidae war im Tertiär wesentlich artenreicher. Das Horn hat sich vermutlich erst bei miozänen Formen entwickelt. In Nordamerika starben die letzten Nashörner im älteren Pliozän aus. Noch zur Eiszeit fanden sich in Europa einige Arten, darunter das Fell- oder Wollnashorn, das im Umfeld des Mammuts lebte.
Nachfahren: Heute leben nur noch fünf Vertreter, Breit- und Spitzmaulnashorn in Afrika, Panzernashorn in Indien und zwei kleine Waldnashörner in Südostasien.
Lebensweise: Die Pflanzenfresser überstanden extreme Klimawechsel und konnten mit Temperaturen bis zu 40 Grad Kälte umgehen.
Ausbreitung:     Lebte während der Eiszeit in den Kältesteppen Eurasiens, Nord- und Mitteleuropas. Auch in Deutschland wurden bereits Überreste gefunden,  u. a. in Rheinland-Pfalz, Hessen und im bayrischen Altmühltal. Im Norden Großbritanniens wurden außergewöhnlich gut erhaltene Skelette von Wollnashörnern aus der Eiszeit entdeckt.
Nahrung: Ein Arbeiter stieß während der Arbeit in einer Tongrube in Staffordshire auf einen etwa einen Meter langen, gigantischen Schädel.

Forscher konnten dann den gesamten vorderen Teil des Riesen aus der Eiszeit freilegen. An derselben Stelle wurden außerdem die Überreste von drei weiteren Wollnashörnern gefunden. Eines der Nashörner hatte sogar noch Pflanzenteile zwischen seinen Zähnen. Anhand von Pflanzenresten an den Zähnen eines Wollnashorns können möglicherweise Rückschlüsse auf die letzte Mahlzeit gezogen werden.

DAS WOLLNASHORN IM HAINHOLZ

(W.Busch zugeschrieben, Sept. 1879)

Das Wollnashorn in kalter Zeit
vermied die eis'gen Harzer Hoehen,
um sich im sonn'gen Vorland zu ergehen,
allein, und auch zu zweit.

Es frass den kargen Tundra-Strauch
und trampelte auf Boden, gefrornem, hartem
und wetzte sich am Gips die Borstenschwarten,
in Musse Sonne schien ihm auf den Bauch.

Obwohl cholerisch von Natur,
es teilte mit Mammut sein Revier
und and'rem, zaehen Kleingetier,
das es gar nicht bemerkte, stur.

So ging's viel tausend Jahre lang:
Im Winter sah das Rhino Eis und Schnee,
im Sommer Muecken-Myriaden, ach herje!
Nur selten war das Wollgetuem krank.

Doch dann erschien der Mensch im Bild.
er konnte denken, doch er hatte Kummer,
den trotz des Geist's bekam er staendig Hunger,
das machte ihn, verstaendlich wohl, ganz wild.

Der Oberjaeger sprach zu seiner Horde:
"Wir brauchen Fleisch und Fett die Menge!
Am besten treiben wir ein Nashon in die Enge,
doch uns're Speere taugen nicht zu diesem Morde."

Ein Kleiner war's, ein Fifikus,
der sprach: "Wir brauchen eine Falle!
Dort treiben wir's hinein, wir alle,
und machen dann mit dem Fleischberg Schluss!"

"Ich weiss auch wo!" erklaerte er mit Stolz,
"es gibt dort lock'ren Mergel zwischen Schlottenkoepfen aus Gips, den tauen wir mit Feuertoepfen.
Ihr kennt die Gegend alle, sie heisst: Hainholz."

Hainholz war damals nicht das richt'ge Wort,
dem Leser wird es aufgefallen sein,
denn weder gab es Holz, noch Hain,
( soll's bald so wieder sein?), doch fahr'n wir fort:

Kurz, nachdem man lange sich beraten,
die Sippe zog zum Sommersitz,
'nem Berg im Hainholz, hoch und spitz,
und grub mit Feuer, Knochenspaten.

Bald war die Grube tief und breit genug.
Sie wurde zugedeckt mit Aesten, Erde,
damit's die alte Oberflaeche werde,
und's Nashorn nicht bemerkt den Betrug.

Nach Tagen endlich kam ein Nashorn
friedlich aesend durch's Gestraeuch gebrochen,
die Jaeger hat es nicht gerochen,
die ploetzlich vor ihm standen, Fifikus ganz vorn.

Der kleine Urmensch sprach mit trock'nem Mund:
"Rhinoceros wir woll'n Dich essen!"
Das Nashorn hoerte nicht mal auf zu fressen,
an diesem Menschlein sah's zur Furcht kein Grund.

"Fuer spaetere Archaeologen,
brauchen wir Deine Knochen,
die Reste werden wir uns kochen!"
Ein Speer kam zur Bekraeftigung geflogen,

piekte dem Rhino in die Nase!
Dem Nashorn wurd's nun doch zu bunt,
Es dach't: "Den stampf ich in den Grund!"
und stuerzte vor, schnaubend, in Rage:

Die Sippe stob nach allen Seiten;
die Augen fast zu Schlitzen zugekniffen,
ward Fifikus vom Rhino angegriffen,
den faulen Atem schon im Nacken, mit einem Sprung, 'nem weitem,

konnt' er sich retten, doch
ein Knacken , Droehnen,
ein dumpfer Schlag, ein Stoehnen,
und's Rhino brach's Genick im Loch!

Das Nashorn mochte eine Tonne wiegen,
das Fleisch zerteilte man auf der Stelle,
fuer Kleidung, Zelte nutzte man die Felle,
die Knochen aber blieben liegen!

Und die Moral reizt irgendwie zum Lachen:
Urmensch und Akademiker,
scheinbar verschieden sehr,
sind zu begeistern fuer die gleichen Sachen.

 

 

 

                                   

 

                         Das Rentier

  

 

Das Rentier (Rangifer tarandus) lebte in Europa während der Eiszeit unter anderem gemeinsam mit Mammut, Wollnashorn und Riesenhirsch. Große Herden dieser Tiere bevölkerten die eisfreien Steppen- und Tundraböden vor den Gletschern.

Es sind sehr genügsame Tiere, deren dickes Fell sie bis -50° C ertragen läßt. Zu ihrer Nahrung gehören Zwergbirke, Kräuter, Moose, Gräser und Flechten.

 

Das Ren gehört zu den eiszeitlichen Tieren, deren Entwicklung im nordöstlichen Sibirien und in Alaska begann. Erst viel später wurde es während der Eiszeit auch in Europa heimisch.

Erstmals in einer Kaltphase der Cromer-Zeit (etwa 780 000 Jahre vor heute) und der Elster-Kaltzeit drang das Ren bis an den Rhein vor. In den "Moosbacher Sanden" fand man neben einer Vielzahl anderer Säugetierarten auch eine große Anzahl von fossilen Rentierknochen.

Zur Weichsel-Kaltzeit äste das Ren am Rande der Gletscher von Westeuropa bis Nordamerika.

Das Ren ist eines der wenigen Tiere, das bis in die heutige Zeit überlebte. Außerdem ist es die einzige Hirschart, in der männliche und weibliche Tiere ein Geweih tragen. Es fallen auch die breiten Hufe und die langen Nebenhufe (2. u. 5. Zehe) auf, die u.a. die Fortbewegung im Sommer erleichtert, wenn der Boden aufweicht, aber auch im Winter auf Schnee und Eis nützlich sind. Große Herden streifen unter der Führung eines alten Weibchens umher, die älteren Männchen sind meistens Einzelgänger.

Seine Schulterhöhe beträgt 100 bis 120 cm. Bis vor etwa 10 000 Jahren wurde das Ren von unseren Vorfahren gejagt. Schon damals, in der Jungsteinzeit, begann der Mensch auch, die Rentiere zu zähmen. Heute wird das Ren noch als Haus- und Herdentier gehalten.

 

                                     

                                    Das Wildpferd

                            

Die Entwicklung vom Mehrzeher zum Einhufer, dem Wildpferd.

Eohippus vor etwa 50 Millionen Jahren 25 bis 50 Zentimeter hoch.

Merychippus vor 25 bis 10 Millionen Jahren etwas 90 Zentimeter groß.

Pliohippus vor 10 bis 3 Millionen Jahren etwa 115 Zentimeter groß.

Der älteste bekannte Vorfahre unserer Hauspferdes sah einem Pferd, so wie wir es kennen, gar nicht ähnlich. Es war ein nur etwa fuchsgroßes Tier mit jeweils vier Zehen an den Vorderfüßen, drei Zehen an den Hinterfüßen und einem gebogenen Rücken.
Die Urpferdchen waren zunächst scheue Waldbewohner. Sie fraßen weiches Laub und Kräuter und suchten im Unterholz Schutz vor Feinden. Im Laufe der Zeit wandelte sich jedoch das Klima. Die Wälder trockneten allmählich aus. Grasbewachsene, fast baumlose Steppenlandschaften entstanden.
Die Vorfahren der Pferde mussten sich nun an harte Steppengräser als Futter gewöhnen. So veränderte sich allmählich das Gebiss der Tiere. Und da die weite Steppenlandschaft kaum noch Unterschlupf bot, kam es nun darauf an, durch schnelle Flucht den Feinden zu entrinnen.
Die Zehen bildeten sich zurück, bis schließlich nur noch die von einer festen Hornschicht umgebene Mittelzehe an jedem Fuß übrig blieb. Außderdem wurden die Tiere größer. So entstanden über mehrere Zwischenstufen wie Mesohippus, Merychippus und Pliohippus die Einhufer in Europa, Asien und Amerika.
Während der Eiszeit starben die Einhufer in Amerika aus. Die Wildpferde hatten eine aufstehende Mähne. In Asien lebte das Przewalski-Pferd (Equus ferus przewalski). Zum charakteristischen Erscheinungsbild gehören die fahlgelbe Farbe mit dicker Stehmähne, spärlichem Schweif, Zebrastreifen an den Beinen, grobem ramsnasigen Kopf mit kleinen Augen.

                                 

                           

Name: Höhlenbär (Die Höhlenbären suchten die Höhlen als Winterquartier sowie als Wurf-und Sterbeplätze auf.)
Alter: Ist Ende der Eiszeit ausgestorben.
Größe: Wenn er sich aufrichtet erreicht er eine Höhe von 2 Metern, vergleichbar mit den heutigen Grizzlybären.
Nahrung: Pflanzen
Lebensraum: In ganz Europa

                                   

 

 

                        Der Auerochse

                        


Er wird Auerochse oder Ur genannt. Die beiden Namen bedeuten "urzeitlicher Ochse" oder im lateinischen "Proto-Ochse". Sie sind von Indien bis nach Europa seit 250.000 Jahren ausgebreitet.
1627 starben sie aus .Der letzte Auerochse wurde von Wilderern in einem Wald von Jaktorow in Polen erlegt. Sie lebten in kleinen Herden, in offenen Landschaften und sie wurden von einer älteren Kuh angeführt. Sie ernährten sich von Gräsern, Kräutern und Laub. Ihre Hufe waren dem Steppenleben gut angepasst. 

6500 Jahre v.Chr.begann an vielen Stellen die Domestikation. Der Proto-ochse wurde wahrscheinlich für Kultzwecke gehalten. Die geschwungenen Hörner wurden zum Symbol der Mondgöttin, der zu bestimmten Zeiten Tiere geopfert wurden. Alle europäischen Rinder lassen sich auf den Auerochsen als Stammform zurückführen. Der urzeitliche Ochse wurde zur Belustigung des römischen Volkes, indem sie sie in den Zirkus führten und sie gegen Gladiatoren und Tiere ihrer eigenem Art kämpfen ließen. Der Auerochse wurde häufig in Höhlenmalereien gefunden. Ihm werden magische Fähigkeiten zugeschrieben.

Steppenwisent (Bison priscus

Das Wisent mit seinen weit ausladenden Hörnern weidete während der Eiszeit in riesigen Herden auf den Grasflächen Europas. Als es wärmer wurde und sein bisheriger Lebensbereich sich mit Wäldern bedeckte, wurde das Wisent seltener; vor 10000 Jahren verschwand es aus Europa. 

Noch heute leben Wisent und Bison in den nördlichen Regionen Europas und Nordamerikas (der nordamerikanische Bison ist höchstwahrscheinlich keine eigenständige Art). Nachdem die Tiere schon durch Bejagung und Verlust ihres Lebensraumes fast ausgestorben waren, konnte diese Art aus kleinen Populationen in Naturschutzgebieten Polens und in zoologischen Gärten weitergezüchtet und gerettet werden. Der Steppenwisent ist möglicherweise der Urahn des heutigen Wisents, unterscheidet sich aber deutlich in der Größe.  

 

 

Was gibt es über den Säbelzahntiger interessantes zu berichten?

Wann lebten die Säbelzahntiger?

Die Säbelzahntiger lebten bereits schon vor 20-30 Millionen Jahren in Nordamerika und Europa, zumindest wurden dort Skelette und Knochen von den Tieren gefunden

Anatomie:  (Diesen Text haben wir ins Deutsche übersetzt, hoffentlich korrekt)                         

Smilodon war ein grimmiges  Raubtier ca. (1.2-1.5 m) lang und (0.9 m) groß. Es wog ca. 200 kg. Es war ein bisschen kleiner als der heutige Tiger, aber viel schwerer. Sein 30 cm langer Schädel hatte zwei riesige Eckzähne. Smilodon hatte relativ kurze Beine und ein kurzes Fell. Seine Vorderbeine waren sehr kräftig. Sein Körper war so gebaut um auf Jagd zu gehen, er war aber kein schneller Läufer.

Nahrung:

Der Smilodon war ein Fleischfresser. Dieser wilde Jäger hat wahrscheinlich dickhäutige Beute gefressen wie Mastodons (haarige, aussterbende Elefanten), Pferde und Bisons. Er hat seine Beute wohl aus dem Hinterhalt überfallen da er durch seine geringe Laufgeschwindigkeit gehandicapt war. Seine Jagdstrategie war,  seine Beute so tödlich mit seine großen Zähnen zu verwunden, wahrscheinlich in den Magen, dann ließ er sein Opfer verbluten.

Funde von Säbelzahntigern:


Einen besonders großen Fund
an Knochen gab es in Rancho La Brea in Los Angeles (USA/Kalifornien).

 

Aussterben der Säbelzahntiger:


Die Säbelzahntiger starben in Europa vor ca. 40.000 Jahren und in Amerika vor ca. 10.000 Jahren dann aus. Dort sind Säbelzahntiger in einem natürlichen Teersee versunken.  Sie starben offenbar aus, weil die Pflanzenwelt sich grundlegend verändert hatte. Dadurch gab es zum einem weniger Pflanzenfresser als Beutetiere, zum anderen auch keine Deckung für den Tiger, der normalerweise in einem Versteck auf die Beute lauerte.

Die verschiedenen Säbelzahntiger-Arten:

Es gab natürlich verschiedene Arten von Säbelzahntigern, die z. B. alle ein anderes Gebiss hatten. Die ersten Tiere hatten noch relativ kurze Zähne, während die Tiere mit den richtig langen Zähne erst viel später kamen.

Die am meisten bekannteste Art in den USA ist der Smilodon, in Europa der Megantereon und der Homotherion, wie sie auf lateinisch - griechisch immer so schön heißen. Der Smilodon war so groß wie die heutigen afrikanischen Löwen und hatte die längsten Zähne der Säbelzahntiger (von ca. zwanzig Zentimeter). Sie sahen aus wie die Zähne von einem Mammut oder eines Elefanten, nur kürzer. Um das Maul so richtig ordentlich aufzubekommen, hatte er einen größeren Unterkiefer.

In Florida fand man eine weitere Art, den Xenosmilus, der ebenfalls robust gebaut war, aber dennoch längere Beine hatte. Man nimmt an, dass diese Art vor den bisher bekannten Säbelzahntigern wie die amerikanischen Smilodons gelebt hatte, doch das weiß man aber auch nicht so genau.

Wozu aber brauchte er seine riesigen Zähne?

Es ist nämlich nicht klar, wie er damit beißen konnte. Jedes Mal wenn er sich eine Beute schnappte, steckte er erst einmal fest. Man nimmt z.B. auch an, dass die Zähne bei der Jagd mehr im Weg waren, als diese dem Tier nützten. So konnte der Tiger auch nicht schnell und flink hinter der Beute herjagen, da jede falsche Bewegung wahrscheinlich dazu führte, dass er mit seinen Zähnen irgendwo hängen blieb. Statt dessen konnte der Säbelzahntiger aber sehr große Tiere erlegen. Wahrscheinlich war er ein Schleichjäger.

Vielleicht waren die Zähne aber nicht nur zum Reißen der Beute konstruiert, sondern auch um Eindruck bei den Säbelzahntigerinnen zu machen. Denn wer die längsten Zähne hatte, mit dem ging die Tigerin und der konnte sich fortpflanzen. Wenn er seinen Rivalen die großen Zähne zeigte, bekamen es diese wohl mit der Angst zu tun.

Ist der Säbelzahntiger mit dem heutigen Tiger verwandt:

Aber etwas ist noch bezeichnend. Die Säbelzahntiger sind nicht die Vorfahren der heutigen Katzen, sondern bilden eine eigene Artenfamilie. Die heutigen Katzen und Raubkatzen hatten mit dem Säbelzahntiger lediglich einen gemeinsamen Vorfahren. Die Säbelzahntiger waren recht unterschiedlich, manche Arten sahen eher aus wie Bären mit einem robusten Körper und kurzen Beinen und andere wiederum waren etwas schlanker und hatten lange Beine.

                                         

 

 

Patrick hat noch folgenden sehr interessanten Hinweis gefunden. Leider war kein Bild des rekonstruierten Säbelzahntigers zu sehen. Aber vielleicht reist ja jemand von Euch mal nach Wien.

http://www.nhm-wien.ac.at/d/wissenswertes/saebelzahntiger.html 

 

 

Der Säbelzahntiger

Die Säbelzahntiger lebten bereits vor 20-30 Millionen Jahren in Nordamerika und Europa, zumindest wurden dort Skelette und Knochen von den Tieren gefunden.

Einen besonders großen Fund an Knochen gab es in Rancho La Brea in Los Angeles (USA/Kalifornien). Die Säbelzahntiger starben in Europa vor ca. 40.000 Jahren

und in Amerika vor ca. 10.000 Jahren dann aus. Die ersten Menschen mussten diesen Tieren daher bereits begegnet sein und haben wahrscheinlich schnell das Weite gesucht, wenn sie das Gebrüll des Säbelzahntigers hörten. Jedenfalls waren es offenbar keine lieben Hauskatzen.

Säbelzahnkatzen gehören zu den ausgestorbenen Urraubtieren. Im Miozän begann die Verdrängung der Wälder und die Ausbreitung der Steppen und Savannen. Die Pflanzenfresser passten sich an das Leben im freien Gelände an. Raubtiere entwickelten neue Jagdstrategien.

Während die Hundeartigen begannen, in Rudeln zu jagen und auf ihre Schnelligkeit zu setzen, jagten die Katzenartigen aus dem Verborgenen.

Säbelzahnkatzen konnten bis zu 2 m lang werden. Ihr Unterkiefer konnte um 120 Grad nach unten geklappt werden. Vermutlich schlugen sie

dem Opfer ihre Zähne dolchartig in den Nacken und rissen tiefe Wunden, an denen das Tier verblutete. Die Eckzähne wuchsen kontinuierlich nach. Das übrige Gebiss war noch nicht besonders kräftig ausgebildet. Man nimmt an, dass Säbelzahnkatzen nur Blut und Weichteile gefressen haben.

    

 

Das Mammut

Das dichte Fell bedeckte den massigen Körper. Haarbüschel, welche herabfielen wogen im Durchschnitt 1,7 Kilo und einige Borsten des gewaltigen Tieres waren siebzig Zentimeter lang. Ein Mammut hatte ein Gewicht von etwa 8,5 Tonnen. 

Doch was geschah mit den fellbedeckten Mammuts - den Riesen der Eiszeit? Alle Fundorte von Mammuten befinden sich im Bereich des ständig gefrorenen Bodens, also in Sibirien und in Teilen von Kanada und Alaska, rings um das Nördliche Eismeer.

Fest steht, dass die Blütezeit der Mammuts im Pleistozän  lag, welches vor etwa zweieinhalb Millionen Jahren begann und um 10.000 vor Christus endete. Sie bildeten eine der mindestens drei Gattungen der Elephantidae-Familie (die heutigen afrikanischen und indischen Elefanten sind weitere Vertreter).

Die Mammutfunde aus Sibirien waren gefroren, so das ihre Körper und deren Stoßzähne, welche bis zu sieben Meter Länge haben, perfekt erhalten blieben.

Man muss sich vor Augen halten das ein ausgewachsenes Tier einige hundert Kilo an Futter pro Tag benötigte. Dies bestätigen auch in den Mägen einiger Kadaver gefundene Pflanzen wie Butterblumen und andere großblättrigen Gewächse.

Ersticken führt zu einem sehr schnellen Tod, doch was geschah damals vor 12.000 Jahren? Eventuell war das Ersticken eine Folge einer urplötzlich auftretenden eisigen Kälte. Wenn diese Theorie zutreffen sollte, dann musste damals eine plötzlich auftretende Katastrophe stattgefunden haben.

Entweder hat sich die Erdkruste bewegt oder die Erdachse verschob sich schlagartig.

Falls wirklich eine der beiden Ursachen der Grund wäre, dann resultierten daraus Erdbeben und Vulkanausbrüche, die das Klima der Erde veränderten. Es herrschten wohl furchtbare Schneestürme, welche immer mehr an Kraft gewannen, Aschewolken verdeckten Monatelang die Sonne, riesige Flutwellen richteten unglaubliche und noch nie da gewesene Verwüstungen an.

Bei einer solchen Naturkatastrophe könnten damals die Mammuts von Schnee überdeckt worden sein. Schmelzwasserfluten spülten Schelmsand heran und hüllten dann die toten Tiere ein. Das Tier samt der Umhüllung gefroren zu einem massiven Block und konservierten das Mammut auf diese Weise für Jahrtausende. Bei diesen Vernichtungswirbeln sammelten sich weit über der Erde Giftgase an, die dann eines Tages zu Boden sanken. An vereinzelten Stellen fiel daraufhin die Temperatur bis zu 120 Grad unter dem Gefrierpunkt.

Dies könnte der Grund sein, warum vor etwa 12.000 Jahren über 50.000 Mammuts zeitgleich den Tod fanden.

 

 

Warum starben die Mammuts aus?
 
Im Jahre 1799 machte der Häuptling Shumakow des Tugus-Stammes eine interessante Entdeckung. Auf der Suche nach Elfenbein zog er mit seinen Landsleuten durch das vereiste Land. Am Ufer des Flusses Lena in Sibirien stieß er auf einen riesigen Eisblock, in dem sich ein merkwürdiger dunkler Schatten befand. Der abergläubische Elfenbeinjäger entschloss sich daraufhin seine Jagd zu beenden und kehrte nach Hause zurück. Im darauffolgenden Jahr kehrte er wieder an diese Stelle zurück, doch der Eisblock war bereits zu zwei dritteln geschmolzen. Voller Ehrfurcht erblickte Shumakow ein riesiges Mammut. Panik stieg in ihm auf, denn nach dem Glauben seines Volkes bedeutete ein solcher Anblick den Tod. Er hatte dieses Mammut angeschaut und somit war ihm sein Tod gewiss. Kurze Zeit später erkrankte er, nach qualvollen Tagen und Wochen erholte er sich jedoch wieder. Von Habgier gepackt machte er sich auf, um die Stoßzähne des Mammuts zu bergen. Er hatte den ersten Anblick überlebt, warum sollte er dann nicht wieder zurückkehren um das wertvolle Elfenbein zu holen? Als er jedoch vor dem mittlerweile völlig freigelegten Tier stand versagten seine Nerven, sein Aberglaube war doch stärker als die Gier nach mehr Elfenbein. Doch die Geschichte von seinem Fund wollte er nicht für sich behalten. So erfuhr der Elfenbeinjäger Roman Boltunow von dem Mammut. Nachdem er die Stoßzähne entfernt hatte schickte er eine Zeichnung des Mammuts an Professor Michail Iwanowitsch Adams in St. Petersburg. Adams ergriff die Chance und brach 1806 zu einer Expedition auf, um den Kadaver des Mammuts zu bergen. Die zugängliche Seite des gewaltigen Tieres war bereits von Wölfen zerfressen, nach über 12.000 Jahren im Eis war dieses Fleisch also noch immer genießbar. Der Rüssel sowie die Vorderbeine fehlten. Doch der Schädel des Riesen war noch völlig intakt und das dichte Fell bedeckte den massigen Körper. Haarbüschel welche herabfielen wogen im Durchschnitt 1,7 Kilo und einige Borsten des gewaltigen Tieres waren siebzig Zentimeter lang. Der Trupp von Adams zerlegte den Kadaver des Tieres und bereitete alles für den Transport nach St. Petersburg vor. Alleine um das rötliche Fell des Tieres anzuheben waren zehn starke Männer notwendig. Adams kaufte für ein Vermögen die Stoßzähne von Roman Boltunow zurück und so gelangte das Mammut in Einzelteilen nach St. Petersburg, wo es wieder zusammengesetzt wurde. Nach Vollendung konnte man die Identität der Tiere im Eis klären. Man war zutiefst erstaunt, dass dieses Tier nach Jahrtausenden im Eis noch so gut erhalten war, als wäre es erst vor kurzem verendet. Nun stellte sich die Frage, wieso die Mammuts ausstarben oder diese Tiere noch irgendwo unentdeckt im ewigen Eis leben.

Das Aussterben der meisten Tierarten sind für die Wissenschaft kein großes Rätsel, obwohl es natürlich viele Zweifel gibt. Doch was geschah mit den fellbedeckten Mammuts - den Riesen der Eiszeit? Das Aussterben dieser starken Dickhäuter wirft eine Reihe von Fragen auf. Starben sie alle zur gleichen Zeit aus? Warum sind sie so tief im ewigen Eis vergraben und dabei so gut über Jahrtausende hinweg erhalten geblieben? Alle Fundorte von Mammuten befinden sich im Bereich des ständig gefrorenen Bodens, also in Sibirien und in Teilen von Kanada und Alaska, rings um das Nördliche Eismeer. Diese Region ist größtenteils mit einer Schicht aus Schelmsand, Schlamm und Lehm bedeckt, welche von gefrorenem Wasser zusammengehalten wird.

Ein sechs Monate altes Mammut, welches im Sommer 1977 in Sibirien ausgegraben wurde.Wie so vieles an diesen riesigen Tieren ist auch der Zeitpunkt ihres Erscheinens ungewiss. Fest steht, dass die Blütezeit der Mammuts im Pleistozän lag, welches vor etwa zweieinhalb Millionen Jahren begann und um 10.000 vor Christus endete. Mit dem Ende dieses Erdzeitalters vor 12.000 Jahren scheint auch das Ende der Mammuts gekommen zu sein. Sie bildeten eine der mindestens drei Gattungen der Elephantidae-Familie (die heutigen afrikanischen und indischen Elefanten sind weitere Vertreter), welche in Koexistenz lebten. Mammuthus meridionalis nahm allem Anschein nach seinen Ursprung in Europa und Asien und entwickelte sich möglicherweise zum heutigen Elefanten, während sich Mammuthus imperator Tausende von Jahren erfolgreich in Kanada und Alaska halten konnte, bevor sie urplötzlich ausstarben. Die langlebigste Gattung war Mammuthus primigenius. Funde versteinerter Knochen belegen, das es bis nach Wyoming und zum Michigansee wanderte, sein natürlicher Lebensraum lag aber in Nordrussland, besonders in Sibirien, wo einst etwa 50 000 Tiere in Herden umherzogen, stets aus der Suche nach Nahrung.

Im Gegensatz zu Sibirien existieren nur sehr wenige Mammutfunde aus Nordamerika. Diese entsprachen dem üblichen prähistorischen Zustand - unvollständige Skelette in verschiedensten Stadien der Versteinerung oder Zersetzung. Die Mammutfunde aus Sibirien waren dagegen gefroren, so das ihre Körper und deren Strosszähne, welche bis zu sieben Meter Länge haben, perfekt erhalten blieben.

Die scheinbar einfachste Lösung für das Rätsel um den "Eistod" der Mammute ist, sie seien in Gletscherspalten gestürzt und dort im Eis tiefgefroren worden. Man kann leider nicht mit Gewissheit sagen welches Klima zu Lebzeiten der Mammuts herrschte, so das es in der Wissenschaft zwei völlig verschiedene Versionen darüber gibt, doch keine der beiden ist wahrscheinlich zutreffend. Nehmen wir einmal an, das damals die nördliche Halbkugel sehr Kalt war. Von Zeit zu Zeit wurde es dort etwas wärmer, so das die Gletscher zurückgingen. Die Mammuts wanderten über die eisbedeckten Ebenen und fielen in die aufgerissenen Gletscherspalten. Doch Gletscher sind in Sibirien nur auf den höchsten Bergen zu finden. Und genau in so hohen Gebieten wurde bislang kein einziger Tierfund gemacht. Kadaver oder gefrorene Mammuts wurden ausschließlich in den Ebenen gemacht, und zwar immer in einer Lehmschicht und nicht im Eis. Es ist auch nicht möglich, das Tausende dieser Tiere innerhalb kürzester Zeit ihren Tod in Gletscherspalten fanden.

Ein komplett erhaltenes Jungtier, welches im sibirischen Jakutsk im ewigen Eis gefunden wurde. Der Tod muß plötzlich eingetreten sein, da sich im Maul noch die Mahlzeit aus Pflanzen befand.Eine weitere These geht davon aus, dass die gefundenen Tiere in Flüsse und Seen fielen und ertranken. Von dort aus sind sie dann in Deltas oder auch Meeresarme abgetrieben. An solchen Stellen wurden sie unter Schlammschichten begraben. Doch auch diese Theorie zeigt Mängel auf. Es gab auch in Deltas und Meeresarmen keine Tierfunde. Auch ein Fakt: Bei ertrunkenen Tieren bleibt das Fleisch nicht frisch, sondern es verrottet relativ schnell. Eine weitere Schlammtheorie besagt, dass die riesigen Mammute wegen ihres erheblichen Gewichtes in tiefen Schlammschichten stecken blieben, von Schneestürmen überdeckt wurden und schließlich einfroren. Solche Lehmstrecken in denen dies wohl möglicherweise passieren könnte existieren durchaus, aber auch an diesen Orten gab es wieder mal keine Funde. Andere Wissenschaftler sind der Meinung, das zur damaligen Zeit in Sibirien Frühlingstemperaturen herrschten. Dies bestätigen auch in den Mägen einiger Kadaver gefundenen Pflanzen wie Butterblumen und andere großblättrigen Gewächse. Man muss sich auch vor Augen halten das ein ausgewachsenes Tier einige hunderte Kilo an Futter pro Tag benötigte. Bedenkt man, dass alleine in Sibirien mindesten 50.000 dieser Tiere gleichzeitig lebten, ist kaum vorstellbar, wie sie in der kargen Tundra genug Nahrung finden konnten. Doch was konnte passiert sein, was die Mammute so schnell einfrieren ließ, so dass sie nach Jahrtausenden noch "frisch" bleiben?

Unsere Vorfahren machten Jagd auf das Mammut, doch konnten Sie die gesamte Spezies ausrotten? Ersticken führt zu einem sehr schnellen Tod, doch was geschah damals vor 12.000 Jahren? Eventuell war das Ersticken eine Folge einer urplötzlich auftretenden eisigen Kälte. Wenn diese Theorie zutreffen sollte, dann musste damals eine plötzlich auftretende Katastrophe stattgefunden haben. Entweder hat sich die Erdkruste bewegt oder die Erdachse verschob sich schlagartig. Falls wirklich eine der beiden Ursachen der Grund wäre, dann resultierten daraus Erdbeben und Vulkanausbrüche, die das Klima der Erde in einem uns unfassbaren Ausmaß veränderte. Es herrschten wohl furchtbare Schneestürme, welche immer mehr an Kraft gewannen, Aschewolken verdeckten Monatelang die Sonne, riesige Flutwellen richteten unglaubliche und noch nie da gewesene Verwüstungen an. Bei einer solchen Naturkatastrophe könnten damals die Mammuts von Schnee überdeckt worden sein. Schmelzwasserfluten spülten Schelmsand heran und hüllten dann die toten Tiere ein. Das Tier samt der Umhüllung gefroren zu einem massiven Block und konservierten das Mammut auf diese Weise für Jahrtausende. Bei diesen Vernichtungswirbeln sammelten sich weit über der Erde Giftgase an, die dann eines Tages zu Boden sanken. An vereinzelten Stellen fiel daraufhin die Temperatur bis zu 120 Grad unter dem Gefrierpunkt. Dies könnte der Grund sein, warum vor etwa 12.000 Jahren über 50.000 Mammuts zeitgleich den Tod fanden. Doch auch zu dieser Theorie gibt es duzende Fragen. Wieso wurden bei den Kadavern der gefundenen Tiere kein vulkanischer Staub gefunden? Selbst das Eis in dem die Tiere über Jahrtausende lagen weist keine Spuren von Vulkanstaub oder giftigen Gasen auf.

Weshalb waren diese Tiere ebenfalls nicht in Verwesung übergegangen? Falls ein Mammut mit einem Gewicht von etwa 8,5 Tonnen auf natürliche Weise verstarb, dauert es mindestens ein Jahr, bis ein solch großes Tier einfror. Beim langsamen gefrieren werden aber die Zellen zerstört, was bei den gefundenen Kadavern nicht der Fall ist. Der Mageninhalt wäre zudem in dieser Zeit des Gefrierens in Verwesung übergegangen. Doch bei vielen Funden war dieser Inhalt noch vollkommen unverdaut oder verwest.

Die Cro-Magnon-Zeichnung eines Mammuts aus der Rouffignac-Höhle in der Dordogne/Frankreich zeigt das kräftige Vorderviertel und das zottige Fell, wie sie für die in Sibirien gefundenen Mammuts charakteristisch sind.Eine weitere Theorie geht davon aus, dass die gewaltigen Tiere die ersten großen Opfer waren, welche durch den Menschen ausgerottet wurden. Durch intensive Jagd sei die Population dermaßen dezimiert worden, dass diese Rasse ausstarb. Doch es schon rein Logisch unwahrscheinlich, dass der Mensch durch die Jagd die Mammuts zum Aussterben verurteilte. Es dauerte mehrere Tage, manchmal sogar Wochen, um ein ausgewachsenes Tier zu Töten. Vielleicht ist der Mensch dennoch indirekt daran beteiligt gewesen, dass diese Tiere innerhalb kürzester Zeit verstarben. Jedoch nicht nur durch die Jagd auf diese Giganten, sondern durch ein vom Menschen übertragenes Virus. Dies kann mit anderen Faktoren durchaus zur totalen Ausrottung der Spezies geführt haben.

Jedoch sind all diese Theorien bis heute reine Spekulation, denn es gibt für jede dieser Thesen keine eindeutigen Beweise. Sind jedoch vor 12.000 Jahren tatsächlich alle Mammute auf unserem Planeten ausgestorben? In den Legenden der Eingeborenen der weiten Tundragebiete Sibiriens leben die Erzählungen von gewaltigen Rüsseltieren, welche nur sehr selten zu sehen sind. Diese Tiere sollen unterirdisch leben und nur hin und wieder an die Erdoberfläche kommen. Wer ein solches Tier zu Gesicht bekommt, dem wird bald ein schlimmes Schicksal ereilen - wir erinnern uns an Häuptling Shumakow, welcher wegen dieser Legenden das wertvolle Elfenbein des toten Tieres nicht anrührte. Viele Kadaver hatten den Anschein, dass diese erst vor kurzem verstorben waren und nur von gefrorenem Schnee bedeckt zu sein schienen. Auch existieren viele Augenzeugenberichte aus den letzten Jahrhunderten, welche in den abgelegenen Gebieten Sibiriens langhaarige Elefanten gesehen haben wollen - ohne wirklich zu Wissen, was ein Mammut ist. So berichtete der Kosaken Anführer Timofejewitsch Jermak im Jahr 1580: "Wir sind behaarten Elefanten begegnet, lebende Fleischberge, die wie die einheimische Bevölkerung erklärt, eines der größten Reichtümer des Landes bilden". Selbst aus neuerer Zeit gab es Berichte, dass man schemenhaft riesige Tiere in den menschenleeren Weiten von Sibirien gesehen habe...

Leben unter Umständen noch heute einige Mammute in entlegenen Gebieten dieser Erde?

 

Die Verwertung eines
Mammuts

 


Der Höhlenlöwe

Der Höhlenlöwe - wahrscheinlich die größte Katze, die es je gab,    jagte wie die "modernen" Löwen häufig in Rudeln.

Die Urheimat der Löwen lag in Afrika, aber während der Eiszeit waren sie in Europa und Asien weit verbreitet. Sie kamen auch zwischen der heutigen "Nordsee", - die allerdings zur damaligen Zeit noch kein Meer sondern eine Graslandschaft war - und den Alpen vor. Eine Ausnahme bildete der mit Eis bedeckte Norden.  

Es ist davon auszugehen, dass der Höhlenlöwe nicht in Gletschernähe, sondern südlicher in den Tundren lebte. Dennoch zählt er zu den charakteristischen Tieren der Weichsel-Kaltzeit. In dieser Zeit gab es auf dem amerikanischen Kontinent eine eigene Gattung der Höhlenlöwen. 

Vor der Elster-Kaltzeit, in der Cromer-Zeit, existierte eine sehr große Löwenart von bis zu 3,5 m Länge, welche heute fossil, wenn auch nicht sehr häufig, nachgewiesen werden kann. Damit war dieser Löwe größer als der heutige Tiger.               

Beutetiere dieser Löwen waren Hirsche, Rehe, Pferde, Wildschweine und zahlreiche andere kleine Säugetiere.  

Der Höhlenlöwe der Weichsel-Kaltzeit war etwas kleiner. Seine Knochen werden in den Ablagerungen europäischer Höhlen häufig gefunden. Während viele eiszeitliche Tiere mit dem Ende der Eiszeit ausgestorben sind, hat sich der Höhlenlöwe den folgenden wärmeren Perioden anpassen können.

Mit dem Rückgang der Graslandschaft am Ende der letzten Eiszeit nahm der Löwenbestand in Europa rasch ab. Vor 5000 bis 6000 Jahren lebte in Kleinasien noch ein naher Verwandter von ihm.  

Die letzten europäischen Höhlenlöwen lebten im antiken Griechenland. Seinen Namen trägt er, weil er sich im Winter zum Schutz vor Kälte in Höhlen zurückzog. Höhlenlöwen sind ausgestorben. 

                            

Warum starben manche Tiere aus?

 

Zahlreiche Tierarten sind während der Eiszeit und am Ende der letzten Kaltzeit ausgestorben. Die angeführten Gründe sind unterschiedlich schlüssig. So kann man sicher sagen, dass ständige Klimawechsel - insbesondere wenn diese schnell stattfinden - die Tier- und Pflanzenwelt vor große Probleme stellt. Kommt es zu langsamen Wechseln, können sich diese möglicherweise noch rechtzeitig durch Mutation und Selektion anpassen. Wenn darüber hinaus auch noch natürliche Barrieren ein räumliches Ausweichen verhindern, wie beispielsweise die in ost-westlicher Richtung verlaufenden Alpen in Europa, begünstigt dieses das Aussterben doch deutlich.  

Mit dem gewandelten Klima während der letzten Eiszeit veränderte sich auch das Leben auf der Erde. In den nicht vergletscherten Gebieten bildeten sich Kältesteppen oder Tundren. Die Erdoberfläche war ständig gefroren. In diesen Permafrostgebieten blieb die Vegetation baumlos, Tiere und Menschen mussten an die Kälte angepasst sein, um zu überleben. Bekannte Vertreter der eiszeitlichen Tierwelt waren Säbelzahntiger, Wollnashorn, Mammut, Rentier und Moschusochse.

Die Trennung in kalt- und warmzeitliche Faunen verschärft sich mit dem Fortschreiten des Quartärs. Die Pflanzengesellschaften können, anders als in Nordamerika, nicht nach Süden (Alpen, Mittelmeer) auswandern und werden in den Eiszeiten ausgerottet. Die heutige Flora von Europa ist daher sehr verarmt. Gegen Ende der letzten Eiszeit zieht sich auf der Nordhalbkugel die "Kaltsteppe" zurück, und so sterben eindrucksvolle Säugetiere wie Mammut, Wollhaarnashorn, Riesenhirsch und Steppenwisent aus, wobei jedoch der Mensch mitgeholfen hat.

Während große Teile der typischen Tierwelt zum Ende der letzten Eiszeit in relativ kurzer Zeit ausstarben, haben Rentier und Moschusochse in den arktischen Regionen der Nordhalbkugel bis heute überlebt.

In den letzten Jahren wird diskutiert, wie sehr bereits die damaligen Menschen durch Bejagung einige der Großtiere auslöschten. Dies darf aber nicht aus dem Zusammenhang mit dem Klimawechsel und dem damit einhergehenden Mangel an Nahrung betrachtet werden. Man muß sich vergegenwärtigen, daß damals nur wenige Menschen in Eurasien lebten und man auch noch nicht aus “Spaß” Tiere tötete. Erst in moderner Zeit sind Menschen eindeutig für das Aussterben zahlreicher Tiere und Pflanzen verantwortlich.