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DasWollnashorn (Coelodonta antiquitatis) auch Fellnashorn genannt
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| Alter: | Es starb aus, als es vor rund 12.000 Jahren schnell wärmer und bald auch feuchter wurde. Die offene Steppe wurde durch Gehölze abgelöst. An diesen neuen Lebensraum konnten sich die Wollnashörner und auch die Mammuts nicht anpassen. Britische Forscher schätzen das Alter gut erhaltenen Skelette auf 30.000 bis 50.000 Jahre. |
| Aussehen: | Mit dickem Fell und tief sitzendem Kopf war das Wollnashorn dem Leben auf der Tundra am Rande der Gletscher aufs beste angepasst. Sein knapp ein Meter langes vorderes Horn diente ihm sowohl als Waffe wie auch als Schneeschaufel bei der Futtersuche im Winter. |
| Gewicht: | ca. 1,5t |
| Abstammung: | Ordnung Perissodactyla (Unpaarhufer) dazu zählen auch die Pferde und Tapire. Familie Rhinocerotidae (Nashörner) mit 4 Gattungen: Rhinoceros, Ceratotherium, Diceros, Dicerorhinus. Die Familie der Rhinocerotidae war im Tertiär wesentlich artenreicher. Das Horn hat sich vermutlich erst bei miozänen Formen entwickelt. In Nordamerika starben die letzten Nashörner im älteren Pliozän aus. Noch zur Eiszeit fanden sich in Europa einige Arten, darunter das Fell- oder Wollnashorn, das im Umfeld des Mammuts lebte. |
| Nachfahren: | Heute leben nur noch fünf
Vertreter, Breit- und Spitzmaulnashorn in Afrika, Panzernashorn in
Indien und zwei kleine Waldnashörner in Südostasien. |
| Lebensweise: | Die Pflanzenfresser überstanden extreme Klimawechsel und konnten mit Temperaturen bis zu 40 Grad Kälte umgehen. |
| Ausbreitung: | Lebte während der Eiszeit in den Kältesteppen Eurasiens, Nord- und Mitteleuropas. Auch in Deutschland wurden bereits Überreste gefunden, u. a. in Rheinland-Pfalz, Hessen und im bayrischen Altmühltal. Im Norden Großbritanniens wurden außergewöhnlich gut erhaltene Skelette von Wollnashörnern aus der Eiszeit entdeckt. |
| Nahrung: | Ein Arbeiter stieß
während der Arbeit in einer Tongrube in Staffordshire auf einen etwa
einen Meter langen, gigantischen Schädel.
Forscher konnten dann den gesamten vorderen Teil des Riesen aus der Eiszeit freilegen. An derselben Stelle wurden außerdem die Überreste von drei weiteren Wollnashörnern gefunden. Eines der Nashörner hatte sogar noch Pflanzenteile zwischen seinen Zähnen. Anhand von Pflanzenresten an den Zähnen eines Wollnashorns können möglicherweise Rückschlüsse auf die letzte Mahlzeit gezogen werden. |
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DAS WOLLNASHORN IM HAINHOLZ (W.Busch zugeschrieben, Sept. 1879) Das Wollnashorn in kalter Zeit Es frass den kargen Tundra-Strauch Obwohl cholerisch von Natur, So ging's viel tausend Jahre lang: Doch dann erschien der Mensch im Bild. Der Oberjaeger sprach zu seiner Horde: Ein Kleiner war's, ein Fifikus, "Ich weiss auch wo!" erklaerte er mit Stolz, Hainholz war damals nicht das richt'ge Wort, Kurz, nachdem man lange sich beraten, Bald war die Grube tief und breit genug. Nach Tagen endlich kam ein Nashorn Der kleine Urmensch sprach mit trock'nem Mund: "Fuer spaetere Archaeologen, piekte dem Rhino in die Nase! Die Sippe stob nach allen Seiten; konnt' er sich retten, doch Das Nashorn mochte eine Tonne wiegen, Und die Moral reizt irgendwie zum Lachen:
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Das Rentier (Rangifer tarandus) lebte in Europa während der Eiszeit unter anderem gemeinsam mit Mammut, Wollnashorn und Riesenhirsch. Große Herden dieser Tiere bevölkerten die eisfreien Steppen- und Tundraböden vor den Gletschern. Es sind sehr genügsame Tiere, deren dickes Fell sie bis -50° C ertragen läßt. Zu ihrer Nahrung gehören Zwergbirke, Kräuter, Moose, Gräser und Flechten.
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Das Ren gehört zu den eiszeitlichen Tieren, deren Entwicklung im nordöstlichen Sibirien und in Alaska begann. Erst viel später wurde es während der Eiszeit auch in Europa heimisch. |
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Erstmals in einer Kaltphase der Cromer-Zeit (etwa 780 000 Jahre vor heute) und der Elster-Kaltzeit drang das Ren bis an den Rhein vor. In den "Moosbacher Sanden" fand man neben einer Vielzahl anderer Säugetierarten auch eine große Anzahl von fossilen Rentierknochen. |
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Zur Weichsel-Kaltzeit äste das Ren am Rande der Gletscher von Westeuropa bis Nordamerika. |
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Das Ren ist eines der wenigen Tiere, das bis in die heutige Zeit überlebte. Außerdem ist es die einzige Hirschart, in der männliche und weibliche Tiere ein Geweih tragen. Es fallen auch die breiten Hufe und die langen Nebenhufe (2. u. 5. Zehe) auf, die u.a. die Fortbewegung im Sommer erleichtert, wenn der Boden aufweicht, aber auch im Winter auf Schnee und Eis nützlich sind. Große Herden streifen unter der Führung eines alten Weibchens umher, die älteren Männchen sind meistens Einzelgänger. |
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Seine Schulterhöhe beträgt 100 bis 120 cm. Bis vor etwa 10 000 Jahren wurde das Ren von unseren Vorfahren gejagt. Schon damals, in der Jungsteinzeit, begann der Mensch auch, die Rentiere zu zähmen. Heute wird das Ren noch als Haus- und Herdentier gehalten.
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| Die Entwicklung vom Mehrzeher zum
Einhufer, dem Wildpferd. Eohippus vor etwa 50 Millionen Jahren 25 bis 50 Zentimeter hoch. Merychippus vor 25 bis 10 Millionen Jahren etwas 90 Zentimeter groß. Pliohippus vor 10 bis 3 Millionen Jahren etwa 115 Zentimeter groß. Der älteste bekannte Vorfahre unserer Hauspferdes sah einem Pferd, so wie wir es kennen, gar nicht ähnlich. Es war ein nur etwa fuchsgroßes Tier mit jeweils vier Zehen an den Vorderfüßen, drei Zehen an den Hinterfüßen und einem gebogenen Rücken. Die Urpferdchen waren zunächst scheue Waldbewohner. Sie fraßen weiches Laub und Kräuter und suchten im Unterholz Schutz vor Feinden. Im Laufe der Zeit wandelte sich jedoch das Klima. Die Wälder trockneten allmählich aus. Grasbewachsene, fast baumlose Steppenlandschaften entstanden. Die Vorfahren der Pferde mussten sich nun an harte Steppengräser als Futter gewöhnen. So veränderte sich allmählich das Gebiss der Tiere. Und da die weite Steppenlandschaft kaum noch Unterschlupf bot, kam es nun darauf an, durch schnelle Flucht den Feinden zu entrinnen. Die Zehen bildeten sich zurück, bis schließlich nur noch die von einer festen Hornschicht umgebene Mittelzehe an jedem Fuß übrig blieb. Außderdem wurden die Tiere größer. So entstanden über mehrere Zwischenstufen wie Mesohippus, Merychippus und Pliohippus die Einhufer in Europa, Asien und Amerika. Während der Eiszeit starben die Einhufer in Amerika aus. Die Wildpferde hatten eine aufstehende Mähne. In Asien lebte das Przewalski-Pferd (Equus ferus przewalski). Zum charakteristischen Erscheinungsbild gehören die fahlgelbe Farbe mit dicker Stehmähne, spärlichem Schweif, Zebrastreifen an den Beinen, grobem ramsnasigen Kopf mit kleinen Augen. |
| Name: | Höhlenbär (Die Höhlenbären suchten die Höhlen als Winterquartier sowie als Wurf-und Sterbeplätze auf.) |
| Alter: | Ist Ende der Eiszeit ausgestorben. |
| Größe: | Wenn er sich aufrichtet erreicht er eine Höhe von 2 Metern, vergleichbar mit den heutigen Grizzlybären. |
| Nahrung: | Pflanzen |
| Lebensraum: | In ganz Europa |
Er wird Auerochse oder Ur genannt. Die beiden Namen bedeuten "urzeitlicher Ochse" oder im lateinischen "Proto-Ochse". Sie sind von Indien bis nach Europa seit 250.000 Jahren ausgebreitet. 1627 starben sie aus .Der letzte Auerochse wurde von Wilderern in einem Wald von Jaktorow in Polen erlegt. Sie lebten in kleinen Herden, in offenen Landschaften und sie wurden von einer älteren Kuh angeführt. Sie ernährten sich von Gräsern, Kräutern und Laub. Ihre Hufe waren dem Steppenleben gut angepasst. 6500 Jahre v.Chr.begann an vielen Stellen die
Domestikation. Der Proto-ochse wurde wahrscheinlich für Kultzwecke
gehalten. Die geschwungenen Hörner wurden zum Symbol der Mondgöttin,
der zu bestimmten Zeiten Tiere geopfert wurden. Alle europäischen
Rinder lassen sich auf den Auerochsen als Stammform zurückführen. Der
urzeitliche Ochse wurde zur Belustigung des römischen Volkes, indem sie
sie in den Zirkus führten und sie gegen Gladiatoren und Tiere ihrer
eigenem Art kämpfen ließen. Der Auerochse wurde häufig in Höhlenmalereien
gefunden. Ihm werden magische Fähigkeiten zugeschrieben. |
| Steppenwisent (Bison priscus) | ||
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Das
Wisent
mit seinen weit ausladenden Hörnern weidete während der Eiszeit in
riesigen Herden auf den Grasflächen Europas. Als es wärmer wurde und
sein bisheriger Lebensbereich sich mit Wäldern bedeckte, wurde das
Wisent seltener; vor 10000 Jahren verschwand es aus Europa. Noch
heute leben Wisent und Bison in den nördlichen Regionen Europas und
Nordamerikas (der nordamerikanische Bison ist höchstwahrscheinlich
keine eigenständige Art). Nachdem die Tiere schon durch Bejagung und
Verlust ihres Lebensraumes fast ausgestorben waren, konnte diese Art aus
kleinen Populationen in Naturschutzgebieten Polens und in zoologischen Gärten
weitergezüchtet und gerettet werden. Der Steppenwisent ist möglicherweise
der Urahn des heutigen Wisents, unterscheidet sich aber deutlich in der
Größe.
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http://www.nhm-wien.ac.at/d/wissenswertes/saebelzahntiger.html
Die
Säbelzahntiger lebten bereits vor 20-30 Millionen Jahren in Nordamerika
und Europa, zumindest wurden dort Skelette und Knochen von den Tieren
gefunden.
Einen besonders großen Fund an
Knochen gab es in Rancho La Brea in Los Angeles (USA/Kalifornien). Die Säbelzahntiger
starben in Europa vor ca. 40.000 Jahren
und
in Amerika vor ca. 10.000 Jahren dann aus. Die ersten Menschen mussten
diesen Tieren daher bereits begegnet sein und haben wahrscheinlich
schnell das Weite gesucht, wenn sie das Gebrüll des Säbelzahntigers hörten.
Jedenfalls waren es offenbar keine lieben Hauskatzen.
Säbelzahnkatzen
gehören zu den ausgestorbenen Urraubtieren. Im Miozän begann die Verdrängung
der Wälder und die Ausbreitung der Steppen und Savannen. Die
Pflanzenfresser passten sich an das Leben im freien Gelände an.
Raubtiere entwickelten neue Jagdstrategien.
Während
die Hundeartigen begannen, in Rudeln zu jagen und auf ihre Schnelligkeit
zu setzen, jagten die Katzenartigen aus dem Verborgenen.
Säbelzahnkatzen
konnten bis zu 2 m lang werden. Ihr Unterkiefer konnte um 120 Grad nach
unten geklappt werden. Vermutlich schlugen sie
dem
Opfer ihre Zähne dolchartig in den Nacken und rissen tiefe Wunden, an
denen das Tier verblutete. Die Eckzähne wuchsen kontinuierlich nach.
Das übrige Gebiss war noch nicht besonders kräftig ausgebildet. Man
nimmt an, dass Säbelzahnkatzen nur Blut und Weichteile gefressen haben.

Das
dichte Fell bedeckte den massigen Körper. Haarbüschel, welche
herabfielen wogen im Durchschnitt 1,7 Kilo und einige Borsten des
gewaltigen Tieres waren siebzig Zentimeter lang. Ein Mammut hatte ein
Gewicht von etwa 8,5 Tonnen.
Doch
was geschah mit den fellbedeckten Mammuts - den Riesen der Eiszeit? Alle
Fundorte von Mammuten befinden sich im Bereich des ständig gefrorenen
Bodens, also in Sibirien und in Teilen von Kanada und Alaska, rings um
das Nördliche Eismeer.
Fest
steht, dass die Blütezeit der Mammuts im Pleistozän
lag, welches vor etwa zweieinhalb Millionen Jahren begann und um
10.000 vor Christus endete. Sie bildeten eine der mindestens drei
Gattungen der Elephantidae-Familie (die heutigen afrikanischen und
indischen Elefanten sind weitere Vertreter).
Die
Mammutfunde aus Sibirien waren gefroren, so das ihre Körper und deren
Stoßzähne, welche bis zu sieben Meter Länge haben, perfekt erhalten
blieben.
Man
muss sich vor Augen halten das ein ausgewachsenes Tier einige hundert
Kilo an Futter pro Tag benötigte. Dies bestätigen auch in den Mägen
einiger Kadaver gefundene Pflanzen wie Butterblumen und andere großblättrigen
Gewächse.
Ersticken
führt zu einem sehr schnellen Tod, doch was geschah damals vor 12.000
Jahren? Eventuell war das Ersticken eine Folge einer urplötzlich
auftretenden eisigen Kälte. Wenn diese Theorie zutreffen sollte, dann
musste damals eine plötzlich auftretende Katastrophe stattgefunden
haben.
Entweder
hat sich die Erdkruste bewegt oder die Erdachse verschob sich
schlagartig.
Falls
wirklich eine der beiden Ursachen der Grund wäre, dann resultierten
daraus Erdbeben und Vulkanausbrüche, die das Klima der Erde veränderten.
Es herrschten wohl furchtbare Schneestürme, welche immer mehr an Kraft
gewannen, Aschewolken verdeckten Monatelang die Sonne, riesige
Flutwellen richteten unglaubliche und noch nie da gewesene Verwüstungen
an.
Bei
einer solchen Naturkatastrophe könnten damals die Mammuts von Schnee überdeckt
worden sein. Schmelzwasserfluten spülten Schelmsand heran und hüllten
dann die toten Tiere ein. Das Tier samt der Umhüllung gefroren zu einem
massiven Block und konservierten das Mammut auf diese Weise für
Jahrtausende. Bei diesen Vernichtungswirbeln sammelten sich weit über
der Erde Giftgase an, die dann eines Tages zu Boden sanken. An
vereinzelten Stellen fiel daraufhin die Temperatur bis zu 120 Grad unter
dem Gefrierpunkt.
Dies
könnte der Grund sein, warum vor etwa 12.000 Jahren über 50.000
Mammuts zeitgleich den Tod fanden.
Das Aussterben der meisten Tierarten sind für die Wissenschaft kein großes Rätsel, obwohl es natürlich viele Zweifel gibt. Doch was geschah mit den fellbedeckten Mammuts - den Riesen der Eiszeit? Das Aussterben dieser starken Dickhäuter wirft eine Reihe von Fragen auf. Starben sie alle zur gleichen Zeit aus? Warum sind sie so tief im ewigen Eis vergraben und dabei so gut über Jahrtausende hinweg erhalten geblieben? Alle Fundorte von Mammuten befinden sich im Bereich des ständig gefrorenen Bodens, also in Sibirien und in Teilen von Kanada und Alaska, rings um das Nördliche Eismeer. Diese Region ist größtenteils mit einer Schicht aus Schelmsand, Schlamm und Lehm bedeckt, welche von gefrorenem Wasser zusammengehalten wird.
Wie
so vieles an diesen riesigen Tieren ist auch der Zeitpunkt ihres
Erscheinens ungewiss. Fest steht, dass die Blütezeit der Mammuts im
Pleistozän lag, welches vor etwa zweieinhalb Millionen Jahren begann
und um 10.000 vor Christus endete. Mit dem Ende dieses Erdzeitalters vor
12.000 Jahren scheint auch das Ende der Mammuts gekommen zu sein. Sie
bildeten eine der mindestens drei Gattungen der Elephantidae-Familie
(die heutigen afrikanischen und indischen Elefanten sind weitere
Vertreter), welche in Koexistenz lebten. Mammuthus meridionalis nahm
allem Anschein nach seinen Ursprung in Europa und Asien und entwickelte
sich möglicherweise zum heutigen Elefanten, während sich Mammuthus
imperator Tausende von Jahren erfolgreich in Kanada und Alaska halten
konnte, bevor sie urplötzlich ausstarben. Die langlebigste Gattung war
Mammuthus primigenius. Funde versteinerter Knochen belegen, das es bis
nach Wyoming und zum Michigansee wanderte, sein natürlicher Lebensraum
lag aber in Nordrussland, besonders in Sibirien, wo einst etwa 50 000
Tiere in Herden umherzogen, stets aus der Suche nach Nahrung.
Im Gegensatz zu Sibirien existieren nur sehr wenige Mammutfunde aus Nordamerika. Diese entsprachen dem üblichen prähistorischen Zustand - unvollständige Skelette in verschiedensten Stadien der Versteinerung oder Zersetzung. Die Mammutfunde aus Sibirien waren dagegen gefroren, so das ihre Körper und deren Strosszähne, welche bis zu sieben Meter Länge haben, perfekt erhalten blieben.
Die scheinbar einfachste Lösung für das Rätsel um den "Eistod" der Mammute ist, sie seien in Gletscherspalten gestürzt und dort im Eis tiefgefroren worden. Man kann leider nicht mit Gewissheit sagen welches Klima zu Lebzeiten der Mammuts herrschte, so das es in der Wissenschaft zwei völlig verschiedene Versionen darüber gibt, doch keine der beiden ist wahrscheinlich zutreffend. Nehmen wir einmal an, das damals die nördliche Halbkugel sehr Kalt war. Von Zeit zu Zeit wurde es dort etwas wärmer, so das die Gletscher zurückgingen. Die Mammuts wanderten über die eisbedeckten Ebenen und fielen in die aufgerissenen Gletscherspalten. Doch Gletscher sind in Sibirien nur auf den höchsten Bergen zu finden. Und genau in so hohen Gebieten wurde bislang kein einziger Tierfund gemacht. Kadaver oder gefrorene Mammuts wurden ausschließlich in den Ebenen gemacht, und zwar immer in einer Lehmschicht und nicht im Eis. Es ist auch nicht möglich, das Tausende dieser Tiere innerhalb kürzester Zeit ihren Tod in Gletscherspalten fanden.
Eine
weitere These geht davon aus, dass die gefundenen Tiere in Flüsse und
Seen fielen und ertranken. Von dort aus sind sie dann in Deltas oder
auch Meeresarme abgetrieben. An solchen Stellen wurden sie unter
Schlammschichten begraben. Doch auch diese Theorie zeigt Mängel auf. Es
gab auch in Deltas und Meeresarmen keine Tierfunde. Auch ein Fakt: Bei
ertrunkenen Tieren bleibt das Fleisch nicht frisch, sondern es verrottet
relativ schnell. Eine weitere Schlammtheorie besagt, dass die riesigen
Mammute wegen ihres erheblichen Gewichtes in tiefen Schlammschichten
stecken blieben, von Schneestürmen überdeckt wurden und schließlich
einfroren. Solche Lehmstrecken in denen dies wohl möglicherweise
passieren könnte existieren durchaus, aber auch an diesen Orten gab es
wieder mal keine Funde. Andere Wissenschaftler sind der Meinung, das zur
damaligen Zeit in Sibirien Frühlingstemperaturen herrschten. Dies bestätigen
auch in den Mägen einiger Kadaver gefundenen Pflanzen wie Butterblumen
und andere großblättrigen Gewächse. Man muss sich auch vor Augen
halten das ein ausgewachsenes Tier einige hunderte Kilo an Futter pro
Tag benötigte. Bedenkt man, dass alleine in Sibirien mindesten 50.000
dieser Tiere gleichzeitig lebten, ist kaum vorstellbar, wie sie in der
kargen Tundra genug Nahrung finden konnten. Doch was konnte passiert
sein, was die Mammute so schnell einfrieren ließ, so dass sie nach
Jahrtausenden noch "frisch" bleiben?
Ersticken führt zu einem sehr schnellen Tod, doch was geschah damals
vor 12.000 Jahren? Eventuell war das Ersticken eine Folge einer urplötzlich
auftretenden eisigen Kälte. Wenn diese Theorie zutreffen sollte, dann
musste damals eine plötzlich auftretende Katastrophe stattgefunden
haben. Entweder hat sich die Erdkruste bewegt oder die Erdachse verschob
sich schlagartig. Falls wirklich eine der beiden Ursachen der Grund wäre,
dann resultierten daraus Erdbeben und Vulkanausbrüche, die das Klima
der Erde in einem uns unfassbaren Ausmaß veränderte. Es herrschten
wohl furchtbare Schneestürme, welche immer mehr an Kraft gewannen,
Aschewolken verdeckten Monatelang die Sonne, riesige Flutwellen
richteten unglaubliche und noch nie da gewesene Verwüstungen an. Bei
einer solchen Naturkatastrophe könnten damals die Mammuts von Schnee überdeckt
worden sein. Schmelzwasserfluten spülten Schelmsand heran und hüllten
dann die toten Tiere ein. Das Tier samt der Umhüllung gefroren zu einem
massiven Block und konservierten das Mammut auf diese Weise für
Jahrtausende. Bei diesen Vernichtungswirbeln sammelten sich weit über
der Erde Giftgase an, die dann eines Tages zu Boden sanken. An
vereinzelten Stellen fiel daraufhin die Temperatur bis zu 120 Grad unter
dem Gefrierpunkt. Dies könnte der Grund sein, warum vor etwa 12.000
Jahren über 50.000 Mammuts zeitgleich den Tod fanden. Doch auch zu
dieser Theorie gibt es duzende Fragen. Wieso wurden bei den Kadavern der
gefundenen Tiere kein vulkanischer Staub gefunden? Selbst das Eis in dem
die Tiere über Jahrtausende lagen weist keine Spuren von Vulkanstaub
oder giftigen Gasen auf.
Weshalb waren diese Tiere ebenfalls nicht in Verwesung übergegangen? Falls ein Mammut mit einem Gewicht von etwa 8,5 Tonnen auf natürliche Weise verstarb, dauert es mindestens ein Jahr, bis ein solch großes Tier einfror. Beim langsamen gefrieren werden aber die Zellen zerstört, was bei den gefundenen Kadavern nicht der Fall ist. Der Mageninhalt wäre zudem in dieser Zeit des Gefrierens in Verwesung übergegangen. Doch bei vielen Funden war dieser Inhalt noch vollkommen unverdaut oder verwest.
Eine
weitere Theorie geht davon aus, dass die gewaltigen Tiere die ersten großen
Opfer waren, welche durch den Menschen ausgerottet wurden. Durch
intensive Jagd sei die Population dermaßen dezimiert worden, dass diese
Rasse ausstarb. Doch es schon rein Logisch unwahrscheinlich, dass der
Mensch durch die Jagd die Mammuts zum Aussterben verurteilte. Es dauerte
mehrere Tage, manchmal sogar Wochen, um ein ausgewachsenes Tier zu Töten.
Vielleicht ist der Mensch dennoch indirekt daran beteiligt gewesen, dass
diese Tiere innerhalb kürzester Zeit verstarben. Jedoch nicht nur durch
die Jagd auf diese Giganten, sondern durch ein vom Menschen übertragenes
Virus. Dies kann mit anderen Faktoren durchaus zur totalen Ausrottung
der Spezies geführt haben.
Jedoch sind all diese Theorien bis heute reine Spekulation, denn es gibt für jede dieser Thesen keine eindeutigen Beweise. Sind jedoch vor 12.000 Jahren tatsächlich alle Mammute auf unserem Planeten ausgestorben? In den Legenden der Eingeborenen der weiten Tundragebiete Sibiriens leben die Erzählungen von gewaltigen Rüsseltieren, welche nur sehr selten zu sehen sind. Diese Tiere sollen unterirdisch leben und nur hin und wieder an die Erdoberfläche kommen. Wer ein solches Tier zu Gesicht bekommt, dem wird bald ein schlimmes Schicksal ereilen - wir erinnern uns an Häuptling Shumakow, welcher wegen dieser Legenden das wertvolle Elfenbein des toten Tieres nicht anrührte. Viele Kadaver hatten den Anschein, dass diese erst vor kurzem verstorben waren und nur von gefrorenem Schnee bedeckt zu sein schienen. Auch existieren viele Augenzeugenberichte aus den letzten Jahrhunderten, welche in den abgelegenen Gebieten Sibiriens langhaarige Elefanten gesehen haben wollen - ohne wirklich zu Wissen, was ein Mammut ist. So berichtete der Kosaken Anführer Timofejewitsch Jermak im Jahr 1580: "Wir sind behaarten Elefanten begegnet, lebende Fleischberge, die wie die einheimische Bevölkerung erklärt, eines der größten Reichtümer des Landes bilden". Selbst aus neuerer Zeit gab es Berichte, dass man schemenhaft riesige Tiere in den menschenleeren Weiten von Sibirien gesehen habe...


Der
Höhlenlöwe - wahrscheinlich die größte Katze, die es je gab,
jagte wie die "modernen" Löwen häufig in Rudeln.
Die
Urheimat der Löwen lag in Afrika, aber während der Eiszeit waren sie
in Europa und Asien weit verbreitet. Sie kamen auch zwischen der
heutigen "Nordsee", - die allerdings zur damaligen Zeit noch
kein Meer sondern eine Graslandschaft war - und den Alpen vor. Eine
Ausnahme bildete der mit Eis bedeckte Norden.
Es
ist davon auszugehen, dass
der Höhlenlöwe nicht in Gletschernähe, sondern südlicher in den
Tundren lebte. Dennoch zählt er zu den charakteristischen Tieren der
Weichsel-Kaltzeit. In dieser Zeit gab es auf dem amerikanischen
Kontinent eine eigene Gattung der Höhlenlöwen.
Vor
der Elster-Kaltzeit, in der Cromer-Zeit, existierte eine sehr große Löwenart
von bis zu 3,5 m Länge, welche heute fossil, wenn auch nicht sehr häufig,
nachgewiesen werden kann. Damit war dieser Löwe größer als der
heutige Tiger.
Beutetiere
dieser Löwen waren Hirsche, Rehe, Pferde, Wildschweine und zahlreiche
andere kleine Säugetiere.
Der Höhlenlöwe der Weichsel-Kaltzeit war etwas kleiner. Seine Knochen werden in den Ablagerungen europäischer Höhlen häufig gefunden. Während viele eiszeitliche Tiere mit dem Ende der Eiszeit ausgestorben sind, hat sich der Höhlenlöwe den folgenden wärmeren Perioden anpassen können.
Mit
dem Rückgang der Graslandschaft am Ende der letzten Eiszeit nahm der Löwenbestand
in Europa rasch ab. Vor 5000 bis 6000 Jahren lebte in Kleinasien noch
ein naher Verwandter von ihm.
Die letzten europäischen Höhlenlöwen lebten im antiken Griechenland. Seinen Namen trägt er, weil er sich im Winter zum Schutz vor Kälte in Höhlen zurückzog. Höhlenlöwen sind ausgestorben.

Warum
starben manche Tiere aus?
Zahlreiche
Tierarten sind während der Eiszeit und am Ende der letzten Kaltzeit
ausgestorben. Die angeführten Gründe sind unterschiedlich schlüssig.
So kann man sicher sagen, dass ständige Klimawechsel - insbesondere
wenn diese schnell stattfinden - die Tier- und Pflanzenwelt vor große
Probleme stellt. Kommt es zu langsamen Wechseln, können sich diese möglicherweise
noch rechtzeitig durch Mutation und Selektion anpassen. Wenn darüber
hinaus auch noch natürliche Barrieren ein räumliches Ausweichen
verhindern, wie beispielsweise die in ost-westlicher Richtung
verlaufenden Alpen in Europa, begünstigt dieses das Aussterben doch
deutlich.
Mit dem gewandelten Klima während der letzten Eiszeit veränderte sich auch das Leben auf der Erde. In den nicht vergletscherten Gebieten bildeten sich Kältesteppen oder Tundren. Die Erdoberfläche war ständig gefroren. In diesen Permafrostgebieten blieb die Vegetation baumlos, Tiere und Menschen mussten an die Kälte angepasst sein, um zu überleben. Bekannte Vertreter der eiszeitlichen Tierwelt waren Säbelzahntiger, Wollnashorn, Mammut, Rentier und Moschusochse. Die Trennung in kalt- und warmzeitliche Faunen verschärft sich mit dem Fortschreiten des Quartärs. Die Pflanzengesellschaften können, anders als in Nordamerika, nicht nach Süden (Alpen, Mittelmeer) auswandern und werden in den Eiszeiten ausgerottet. Die heutige Flora von Europa ist daher sehr verarmt. Gegen Ende der letzten Eiszeit zieht sich auf der Nordhalbkugel die "Kaltsteppe" zurück, und so sterben eindrucksvolle Säugetiere wie Mammut, Wollhaarnashorn, Riesenhirsch und Steppenwisent aus, wobei jedoch der Mensch mitgeholfen hat. Während große Teile der typischen Tierwelt zum Ende der letzten Eiszeit in relativ kurzer Zeit ausstarben, haben Rentier und Moschusochse in den arktischen Regionen der Nordhalbkugel bis heute überlebt. In
den letzten Jahren wird diskutiert, wie sehr bereits die damaligen
Menschen durch Bejagung einige der Großtiere auslöschten. Dies darf
aber nicht aus dem Zusammenhang mit dem Klimawechsel und dem damit
einhergehenden Mangel an Nahrung betrachtet werden. Man muß sich
vergegenwärtigen, daß damals nur wenige Menschen in Eurasien lebten
und man auch noch nicht aus “Spaß” Tiere tötete. Erst in moderner
Zeit sind Menschen eindeutig für das Aussterben zahlreicher Tiere und
Pflanzen verantwortlich.
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